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Mercedes-Benz 300 SL Coupé (W 198 I)

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DEUTSCHE RESTAURATION
MIT DOKUMENTATION

MATCHING
NUMBERS

NUR 67 STÜCK
IN WEIßGRAU

MATCHING
COLORS

ERSTAUSLIERFERUNG
DEUTSCHLAND

Technische Daten

Hersteller
Mercedes-Benz
Modell
300 SL Coupé
Baureihe
W 198 I
Tachostand
1 Meile
Produktionszeitraum
1954 - 1957
Baujahr
1955
Erstzulassung
19.03.1955
Motor
R6, 2996 ccm
Leistung
158 kW / 215 PS
Getriebe
4-Gang Schaltgetriebe
Kraftstoff
Benzin
Lenkung
Linkslenker
Farbe
Weißgrau (158)
Innenaustattung
Leder rot (1079)
Hauptuntersuchung
Neu
Stückzahl
1.400 Stück
Restauriert
Matching-Numbers
H-Kennzeichen

Ausstattung und Besonderheiten

  • Matching Numbers (Motor, Fahrgestell, Aufbau)
  • Radio Becker Mexico
  • Scheibenwaschanlage
  • Hinterachsübersetzung 1/3,42

Unterlagen und Dokumentation

  • Kopie der originalen Daimler-Benz Datenkarte
  • Originales Bordwerkzeug
  • Originale Betriebsanleitung
  • Originaler 300 SL „Catalog-A“

Fahrzeug­beschreibung

Das hier zum Verkauf angebotene 300 SL Coupé der Baureihe W 198 wurde am 19. März 1955 an den damaligen Geschäftsführer der Fulgurit-Werke bei Hannover ausgeliefert. Die Werksausstattung laut Datenkarte enthielt die Sonderpolsterung in Leder rot (1079) und die Sonderlackierung Hochglanz in Weißgrau (DB 158). Im gesamten Bauzeitraum der Coupés wurden lediglich 67 Fahrzeuge in dieser Farbe ausgeliefert. Es wurden außerdem ein Radio Becker Mexiko, eine Scheibenwaschanlage und die Hinterachsübersetzung von 1/3,42 für eine höhere Spitzengeschwindigkeit als weitere Extras gewählt.

Das Coupé wurde über einen Zeitraum von zwei Jahren in mühevoller Arbeit auf höchstem Niveau in Deutschland restauriert. Jedes Detail wurde dabei beachtet und höchster Anspruch auf die Originalität der verwendeten Teile gelegt. Die Beschaffung der originalen Ersatzteile hat maßgeblich zur langen Zeitspanne der Restauration beigetragen, das Ergebnis kann sich aber sehen lassen. Das Fahrzeug wurde komplett Frame-off restauriert, dabei wurden alle Teile erneuert oder überarbeitet. Bei den in der Datenkarte vermerkten Teilen mussten lediglich Getriebe, Lenkung und die rechte Vorderachse durch originale Mercedes Ersatzteile getauscht werden. Motor, Fahrgestell, Aufbau und die restlichen Teile des Flügeltürers sind Matching Numbers. Außerdem ist das Coupé Matching Colors, denn es präsentiert sich wie vor über 65 Jahren im seltenen und wunderschönen Weißgrau mit rotem Leder.

Das Fahrzeug sollte ursprünglich in die USA geliefert werden und wurde aus diesem Grund mit den entsprechenden Spezifikationen ausgestattet (Meilen-Tacho, Sealed-Beam Scheinwerfer). Allerdings wurde es nie nach Übersee verschifft, sondern fand stattdessen seinen ersten Besitzer in Deutschland. Bei der Restauration wurde auch dieses Detail beachtet und ein 180 mph-Tacho sowie die passenden Scheinwerfer verbaut.

Historie der Baureihe

Der 300 SL der Baureihe W 198 geht auf den Rennsportwagen Mercedes-Benz W 194 zurück. 1951 beschloss Daimler-Benz, an Rennen teilzunehmen und zu diesem Zweck einen Sportwagen zu bauen. Im Jahr 1952 nahm der W194 an den wichtigsten Rennen des Jahres teil. Der neue SL startete Anfang Mai bei der Mille Miglia und erreichte den zweiten Platz, beim 24-Stunden-Rennen in Le Mans gewann der 300 SL die ersten beiden Plätze.

Die Serienproduktion des 300 SL war ursprünglich nicht geplant. Die Idee eines abgeschwächten Grand- Prix-Wagens, der auf wohlhabende Leistungsenthusiasten auf dem boomenden amerikanischen Nachkriegsmarkt zugeschnitten sein sollte, wurde 1953 vom US-amerikanischen Mercedes-Importeur Max Hoffman bei einem Direktorentreffen bei Daimler-Benz in Stuttgart vorgeschlagen. Der neue Generaldirektor von Mercedes, Fritz Koenecke, stimmte dem zu, als Hoffman 1.000 Autos bestellte. Darüber hinaus wurde die Produktion eines kleineren Roadsters, des Mercedes-Benz 190 SL, angekündigt, nachdem Hoffman einen weiteren Auftrag über 1.000 der 190 SL erteilt hatte.

Die beiden Sportwagen feierten ihre Premiere auf der International Motor Sports Show in New York, die im Februar 1954 stattfand. Mercedes-Benz erlebte auf dem Automobilsalon eine sehr positive Besucherresonanz, die Serienproduktion des 300 SL Coupés begann schließlich im August 1954 im Werk Sindelfingen.

Der Motor für den 300 SL basierte auf dem M186 aus der 300 „Adenauer“-Limousine (W 186). Um eine rennbereite Leistung zu liefern, wurden unter anderem eine Trockensumpfschmierung und eine mechanische Benzindirekteinspritzung von Bosch verbaut, eine Premiere im Automobilbau. Der sogenannte M198-Motor produziert 215 PS bei 5.800 U/min und 275 Nm Drehmoment bei 4.600 U/min. Damit die große Ansaugbrücke unter die flache Motorhaube passt, wurde der Motor um 50 Grad nach links geneigt. Der von Rudolf Uhlenhaut entwickelte Gitterrohrrahmen des 300 SL wiegt schlanke 82 kg und sorgt für eine hohe Stabilität. Allerdings war dies der Grund dafür, dass keine normalen Türen verwendet werden konnten und die Konstrukteure auf die heute weltberühmten Flügeltüren ausweichen mussten. 

Der Sportwagen des Jahrhunderts zieht einen sofort in seinen Bann und begeistert immer noch Jung und Alt - eine Legende, die auch noch mindestens das nächste Jahrhundert für Begeisterung sorgen wird.

Preis

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