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Mercedes-Benz 240 GD Vorserie "Überflieger" (W 460)

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DIREKT AUS 
DEM MUSEUM

SPRUNGFESTE
TECHNIK

AUS LANGJÄHRIGER 
SAMMLUNG

ABSOLUTES 
SAMMLERSTÜCK

EIN STÜCK 
MERCEDES 
G-SCHICHTE

Technische Daten

Hersteller
Mercedes-Benz
Modell
240 GD
Baureihe
W 460
Tachostand
43.796 km
Produktionszeitraum
Seit 1979 (Serie)
Baujahr
1978
Erstzulassung
17.01.1979
Motor
R4, 2399 ccm
Leistung
53 kW / 72 PS
Getriebe
4-Gang Schaltgetriebe
Kraftstoff
Diesel
Lenkung
Linkslenker
Farbe
Agavengrün (880)
Innenaustattung
MB-Tex Pergament (405)
H-Kennzeichen

Ausstattung und Besonderheiten

  • Originale Rotzler-Seilwinde
  • Anhängerkupplung
  • Schwenkbares Ersatzrad
  • Differenzialsperre Vorder- und Hinterachse
  • Gelände-Untersetzung
  • Zugmaulstoßstange
  • Radio Blaupunkt nachgerüstet
  • Feuerlöscher

Unterlagen und Dokumentation

  • Gutachten Note 2+ (2019)
  • Sammlung der Zeitschriften, welche das Fahrzeug enthalten
  • Erster Brief mit Kennzeichen S-DP 1617

Fahrzeugbeschreibung

Die wahrscheinlich bekannteste G-Klasse der Welt nach dem Papamobil der "Überflieger".

Der agavengrüne offene Geländewagen im kurzen Radstand ist das elfte Exemplar der Vorserie. Er wurde im November 1978 zu Erprobungs- und Vorstellungszwecken eingesetzt, dabei entstand eine Aufnahme, wie er scheinbar schwerelos über eine Düne auf Gran Canaria sprang. Das Foto wurde zur Weltpremiere des neuen Geländewagens auf vielen Broschüren abgedruckt und stand sinnbildlich für die überragenden Geländefertigkeiten der neuen G-Klasse. 

Ursprünglich als 230 G gebaut und am 17. Januar 1979 durch Daimler-Benz in Stuttgart zugelassen, wurde dieses Exemplar später werksseitig zum 240 GD umgebaut. Die Technik arbeitet, wie man es von einem G erwartet, einwandfrei und lässt einen auch nach mittlerweile über 40 Jahren auch in schwerem Gelände nicht im Stich. Das vollständig originale Interieur befindet sich in einem guten Zustand mit einer schönen Patina. Der Lack befindet sich seit jeher im originalen Agavengrün, erfuhr aber im Laufe der Jahre vereinzelte Ausbesserungsarbeiten. Etwa 40 % der ersten Lackierung sind aber noch vorhanden. 

Das Fahrzeug blieb auch nach der Vorstellung weiter im Fuhrpark von Daimler-Benz, bis es im Januar 1982 vom Mercedes Testcenter an einen Daimler-Mitarbeiter in der Nähe von Stuttgart verkauft wurde. Dieser verkaufte es schon im September desselben Jahres an den Bodensee, wo es der jetzige Besitzer 2014 erworben hat. Seitdem befindet sich der Überflieger in einer großen G-Sammlung mit weiteren Vorserienfahrzeugen und wird regelmäßig artgerecht eingesetzt. Der originale Brief, in welchem die Historie nachvollziehbar ist, liegt vor.

Unterschiede zur Serie

Bei der werksseitigen Umrüstung auf den nun verbauten 2,4 Liter Dieselmotor wurden auch neue Motoraufhängungen verbaut, welche durch den rauer laufenden Diesel getestet werden sollten – die Motortragarme wurden dabei aus dem Vollen gefräst. 

Im Innenraum unterscheiden sich beispielsweise die Türverkleidungen von der späteren Serienfertigung. So wurden diese aus GFK laminiert und mit der Tür-Tasche verklebt, in der späteren Serie waren diese aus Pappe. Die obere Tür-Abdeckleiste ist handgefertigt aus Aluminium. Die vorderen Sitze sind insgesamt etwas schmaler und kürzer, auch die Mittelkonsole und die Verriegelung unterscheiden sich zur Serie. 

Weitere Details befinden sich im Bereich der Rückbank. So ist die Auflage der Sitzfläche bei der Serie geschraubt, beim Überflieger ist diese von Hand gefertigt und verschweißt. Die Entriegelung der Sitzfläche wurde per Hand aus dem Vollen gefeilt. Die Auflage der Lehne ist ebenfalls handgefertigt und wurde verständlicherweise zur Serienfertigung hin vereinfacht und durch Pressteile ersetzt. 

Die damalige Bereifung "Semperit Hi-Grip M229" in 215/80 R16 ging nie in Serie. Dennoch gibt es vier Exemplare beim Kauf des Fahrzeugs dazu, sogar mit den originalen Felgen von 07/1978. 

Die originale Vorserien Seilwinde ohne Schutzbügel ist ebenfalls vorhanden, aber leider defekt. Verbaut ist momentan eine serienmäßige Rotzler-Seilwinde von 1979. Das originale Verdeck mit Sonnenland-Stoff (mit starker Patina) kommt ebenfalls mit dem Auto, dazu auch ein neues Verdeck der 1. Serie.

Weitere Details

Der damalige Testfahrer Heinrich Wangler, welcher auch beim Sprung über die Düne am Steuer saß, kam 2015 wieder zu der Gelegenheit, den Überflieger bei der Jahressternfahrt des MB Geländewagen-Club zu bewegen. Dabei konnten beide zeigen, dass sie auch nach 37 Jahren nichts von ihrem Elan verloren haben.

Von Oktober 2019 bis September 2020 konnte der Überflieger als Highlight in der Sonderausstellung "40 Jahre G-Klasse" des Mercedes-Benz Museums bewundert werden. Er begeistert auch heute noch mit seinem souveränen, aber dennoch unkomplizierten Auftritt.

Historie der Baureihe

"Ein Fahrzeug wie den neuen Mercedes-Benz Geländewagen hat es noch nicht gegeben."

Die erste Überschrift aus einer Verkaufsbroschüre für die 1979 erschienene G-Klasse lässt erahnen, wie stolz Mercedes auf seine Schöpfung war - und das zurecht.

1972 entschloss sich Daimler-Benz dazu, gemeinsam mit der damaligen Steyr-Daimler-Puch AG einen Geländewagen zu entwickeln. Dies geschah unter anderem durch den Einfluss des iranischen Herrschers Mohammed Reza Pahlavi, der etwa 18 % der Aktien der Daimler-Benz AG hielt - er benötigte geländegängige Fahrzeuge für seine Grenzpatrouillen und für die Jagd. Daimler-Benz hoffte, die Fahrzeuge auch an die Bundeswehr verkaufen zu können, scheiterte dabei aber an Kostengründen am VW Iltis. 

Die Baureihe W460 startete 1979 mit fünf Aufbauten in zwei Radständen: Stationwagen und Kastenwagen gab es jeweils mit kurzem und langem, den offenen Geländewagen nur mit kurzem Radstand. Zum Start standen die Lackierungen Cremeweiß, Weizengelb, Coloradobeige, Kaminrot und Agavengrün zur Auswahl, gepaart mit den Innenfarben Schwarz oder Dattelbraun.

Dank der Differentialsperren für Vorder- und Hinterachse ist die G-Klasse auch in schwerem Gelände einsetzbar. Aber auch auf der Straße weiß er zu überzeugen, darauf wurde während der Entwicklung ebenfalls viel Wert gelegt. Dank der flexiblen Gestaltung des Innnenraumes mit Fondsitzbank oder den hinteren längsgestellten Sitzen, boten sich viele Varianten an: im langen Radstand war der "Stationwagen" sogar mit bis zu neun Sitzplätzen möglich.

Ein weiteres Merkmal der G-Klasse war die servicefreundliche Konstruktion. So wurden hauptsächlich bereits bestehende Bauteile aus anderen Baureihen (PKW und Transporter) verwendet, um eine weltweite Verfügbarkeit zu garantieren und dem Servicepersonal die Arbeit zu erleichtern. Alle Teile sind dabei vergleichsweise einfach zugänglich, sodass man selbst Hand anlegen kann, wenn man in abgeschiedenen Gegenden liegenbleiben sollte (was natürlich mit dem G äußerst selten vorkommt).

Die Niederlage bei der Ausschreibung der Bundeswehr konnte übrigens Anfang der 90er Jahre mit dem 250 GD "Wolf" wieder ausgeglichen werden, als Mercedes sich schlussendlich gegen VW durchsetzte. So kam es dann doch doch dazu, dass sich die G-Klasse im schicken Tarnkleid schmücken konnte.

Preis

Auf Anfrage (MwSt. nicht ausweisbar)
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Mercedes-Benz 240 GD Vorserie "Überflieger" (W 460) Exposé

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